Verkündiger sollen nicht nur von einer einmaligen Schulung profitieren. Darum vernetzt Langham Verkündiger vor Ort miteinander durch regionale Gruppen während des Jahres. Dadurch können sie von- und miteinander weiterlernen und durch die fortwährende Unterstützung in der Gruppe vor Ort nachhaltig gestärkt werden.
Gruppengröße und Häufigkeit der Treffen
Die Teilnehmerzahl für eine regionale Gruppe liegt in den meisten Fällen bei 4-8 Personen. Je diverser eine Gruppe zusammengesetzt ist, desto bereichernder ist es für die Teilnehmer. Wenn Leute sich aus unterschiedlichen Gemeinden und Dienstbereichen (Jugendarbeiter, Prediger, Pastoren, Kinderstunden-Mitarbeiter, …) um Gottes Wort versammeln, fördert dies das Einheitsverständnis und demonstriert, dass wir ein gemeinsames Ziel haben: Gottes Wort wertschätzen und es treu, relevant und klar weitergeben – in welchem Rahmen auch immer.
Material
Verschiedene Formen
Während die eigentliche Bibelarbeits- oder Predigtvorbereitung einem hilft, das Gelernte persönlich anzuwenden und zu üben, gibt uns das Feedback der Zuhörer Gelegenheit, Schwachpunkte auszubessern und in einem geschützten Rahmen zu wachsen. Doch Kritik einzustecken ist nicht einfach, vor allem für eine Predigt oder Bibelarbeit, in die man viel Zeit und Mühe investiert hat.
Das gegenseitige Feedback sollte also mit viel Liebe und Respekt geschehen, und trotzdem konkrete Verbesserungsvorschläge beinhalten. Wir fragen uns erst „Was war gut?“ und überlegen dann „Was könnte besser werden?“ Am Ende ist das Ziel immer dies: Wir wollen dem anderen zeigen, dass wir ihn schätzen und ihm helfen wollen, Gottes Wort besser auszulegen. Dabei sitzen wir alle im selben Boot, lernen von- und miteinander und freuen uns an der gegenseitigen Bereicherung und Hilfe.
Ein Beispiel eines Feedback- oder Bewertungsbogens – welcher die Teilnehmer mit den drei Kriterien Treue, Relevanz und Klarheit vertraut macht.
Zwei Teilnehmer aus Oberösterreich erzählen: Sie möchten gerne besser lernen, Gottes Wort auszulegen, und das Gelernte gleich ausprobieren. Bei jedem Treffen legen zwei von ihnen eine Bibelstelle aus, die anderen hören zu, geben herzliches Feedback und orientieren sich dabei an der hilfreichen Checkliste aus den Langham-Materialien.
Ich hab mich schon vor der Konferenz sehr auf die Treffen gefreut und gehofft, dass das zustande kommt. Bisher waren sie echt eine große Hilfe. Das Feedback war für mich sehr produktiv und auch, bewusst andere Predigten zu analysieren empfinde ich als sehr wertvoll.
Eine Gruppe in Wien wir dir in Form eines Interviews mit Sharon McClaughlin vor vorstellen:
Wer ist in Deiner Gruppe dabei?
Wir sind fünf Frauen mit verschiedenen Lebenserfahrungen, Gaben und Stärken. Uns verbindet jedoch der Wunsch, Christus durch die Beschäftigung mit der Bibel besser kennenzulernen und Ihn durch einen treueren Umgang mit Gottes Wort bekannt zu machen. Einige von uns lehren die Bibel für Kinder, andere in Hauskreisen, in Gesprächen oder Bibelauslegungen, im Rahmen von Seelsorge oder Jüngerschaft.
Wie oft kommt Ihr zusammen und was macht Ihr?
Im vergangenen Jahr haben wir uns neun Mal für etwas über zwei Stunden getroffen und einige der wichtigsten Abschnitte des Johannesevangeliums durchgemacht (z. B. den Prolog, die Zeichen, die Ich-Bin-Worte oder die Passion). Im Jahr zuvor haben wir den ganzen ersten Petrusbrief studiert.
Wie läuft ein typischer Abend bei Euch ab?
Wir beginnen mit einem kurzen Gebet. Während alle sich daheim schon Gedanken zum Text gemacht haben, ist jemand von uns besonders gut vorbereitet und führt uns Schritt für Schritt durch die Langham-Arbeitsblätter. Dabei tragen alle ihre Beobachtungen und Gedanken bei. Nach einer kurzen Pause zum Nachdenken tauschen wir uns über den ‚Herzschlag des Texts‘ und seine Gliederung aus. Dasselbe wiederholen wir für den ‚Herzschlag der Verkündigung‘ und dessen Gliederung, bevor wir gemeinsam über die Anwendung des Textes für verschiedene Zielgruppen nachdenken. Dabei bewegen wir uns schrittweise vom Abstrakten zu den ganz praktischen Konsequenzen der Lehren. Zum Schluss tauschen wir darüber aus, wie Gott durch diesen Text zu jedem von uns gesprochen hat und schließen mit einem Gebet.
Was ist so toll an regionalen Gruppen?
Bei jedem Treffen bin ich neu über die Freude überrascht, die das Lernen in Gemeinschaft macht. Natürlich bringen unsere verschiedenen Ansichten auch ihre Herausforderungen mit sich. Aber die Schönheit, der Reichtum und die Tiefe, die durch diesen gemeinsamen Prozess entstehen, stärken mein Verständnis von Gottes Wort, meinen Wunsch, es mit mehr Treue zu behandeln, und meinen Eifer, es klarer und relevanter weiterzugeben. Wir haben uns ‚Good Deposit‘-Gruppe genannt, weil wir uns gegenseitig ermutigen wollen, die ‚gesunden Worten festzuhalten‘ und ‚das schöne anvertraute Gut (engl. ‚ the good deposit‘) durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt, zu bewahren‘ (vgl. 2. Tim 1,13-14).
Derzeit gibt es aktuelle oder geplante Gruppen in Wien, Klagenfurt, Innsbruck und Wels.
Oder startest Du eine neue in Deiner Gegend?
Willst du weitere Informationen zu den lokalen Gruppen erhalten oder mit einer Gruppe in Ihrer Nähe Kontakt aufnehmen? Bitte fülle das Formular aus oder schreibe ein Email. Wir werden dich mit unseren Regio-Verantwortlichen in Verbindung bringen.